Ein Sonntag. Es regnete – nein es war eher Nieselregen. Also so richtig ungemütlich. Zumindestens draußen. Drinnen wird es dann ja erst recht gemütlich. Hinzu kam: Ein leerer Terminplaner für den Tag. Wieviele Wochen und Monate gab es das nicht mehr. Ein Termin jagte den nächsten. Geburtstage, Einweihnungsfeiern, Umzugsaktionen, Gartengestaltung, Kurzurlaube (ja auch die verursachen Unruhe) und so weiter und so fort. Aber da war er dieser Sonntag. Gemeinsam mit meinem Liebsten saß ich auf dem Sofa. Es war 12:20. Wir hatten sehr lange ausgeschlafen und gemütlich in Jogginganzug auf dem Sofa gefrühstückt. Dazu lief „Löwenzahn“ Wie in Kindertagen. Nach dem Frühstück überlegten wir gemeinsam was wir mit diesem so freien Sonntag machen könnten. Weg fahren? In ein Cafe? Ins Kino? Nein, wir wollten zu Hause bleiben. Einfach unser schönes zu Hause genießen. So lange haben wir daran gewerkelt (und sind auch immer noch dabei). So viel Zeit, Energie und auch Geld fließt in unser Eigenheim. Wir hatten noch nicht einmal Zeit, dieses Traumhaus nun so richtig zu genießen.

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Auf einmal kam mir die alte Schreibmaschine in den Sinn, die uns vererbt wurde. Ich wusste, dass kein Farbband mehr in der Schreibmaschine  war, aber wir ebenso alte Farbbänder gefunden haben. Also habe ich den Liebsten gefragt. „Meinst du, bekommen wir die Schreibmaschine ans Laufen?“ „Ja, ich schaue sie mir gleich sofort an“ – solch einen Satz habe ich lange nicht gehört, denn unsere Zeit ließ es einfach nicht zu. Ständig standen berufliche Termine oder sonstige Verpflichtungen im Weg.

Ich räumte die Küche auf und hörte auf einmal dieses Geräusch – tok tok tok tok – „Es funktioniert!“ Jihaa – wie wundervoll. Sofort lief ich die alte Holztreppe hinauf in mein Kreativzimmer. Ich blickte in das schmunzelnde Gesicht des Liebsten. Er tippte fröhlich die letzten Wörter, zog das Blatt hinaus und präsentierte mir sein Kunstwerk. Darauf stand eine kleine, aber feine Liebeserklärung. Ich war so gerührt und strahlte über das ganze Gesicht.

Es sind die kleinen Dinge, die uns glücklich machen, oder? Ein Herzensmensch an der Seite, ein warmes Abendbrot und die kostbare Zeit zusammen.  Zeit, ist das am wenigsten verfügbare Gut, welches wir auch nicht kaufen können. Und deshalb:

Genießt jede wertvolle Sekunde eures Lebens und blickt auf diese schönen Momente immer wieder zurück.

Alles Liebe,

eure KandisKrümel

P.S.: Ich schicke diesen Blogpost zu der lieben Bine von waseigenes.com herüber. Sie hat die #Schreibzeit ins Leben gerufen. Mit unterschiedlichsten Themen bringt sie die Bloggerwelt zum Nachdenken, Umdenken und Diskutieren. Ich mag ihren Blog sehr! Also schaut mal bei ihr vorbei 🙂

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