Sooo, nun möchte ich euch einmal von meinem „Hausbau“ erzählen.

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Ich brauchte dringend einen Türstopper, weil die Tür im Badezimmer immer zu fällt. Dadurch dass unsere Wohnung recht klein ist (ca. 50 qm) und es nicht soo viele Fenster gibt, nutzen wir gerne jeden Lichtstrahl der in unser Reich fällt.

Aber ein gewöhnlicher Türstopper, der einfach nur schwer ist und kein besonderes Aussehen an sich hat, ist mir zu langweilig.

Im Internet fand ich schnell diese wundervolle und einfache Anleitung für dieses Traumhaus.

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Schnell waren die Schnittmuster ausgedruckt und daraus Vorlagen erstellt. Das geniale an diesem Projekt ist – man kann super Stoffreste verwenden. Und es macht sooo viel Spaß verschiedene Stoffzusammenstellungen auszusuchen.

Also los geht´s:

1. Zu Anfang werden alle sieben Teile des Schnittmusters übertragen, ausgeschnitten und gebügelt.

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2. Als nächstes wird jedes Teil mit der Vlieseline H 250 verstärkt  – so bekommt das Haus nachher einen schönen Strand.

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Bei diesem Arbeitsschritt werden alle Schnittmuster auf die Vlieseline übertragen, ausgeschnitten und einfach fest gebügelt. Dazu legt ihr die glänzende Seite auf die linke Seite des Stoffes und bügelt so lange bis es gut an dem Stoff klebt. Ihr merkt nun schon wie stabil das Stück Stoff geworden ist.

3. Nun kommt die Feinarbeit– hier könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen! Ich habe es eher dezent gehalten, aber als Beispiel ist es glaub ich ganz gut *hehe*

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Für diesen Schritt benötigt ihr weitere kleine Stoffreste und Vliesofix. Ihr schneidet die kleinen Applikationen aus eurem Wunschstoff aus. Danach schneidet ihr das Vliesofix auch auf die passenden Größen von den Applikationen. Auch hier könnt ihr die glänzende Seite auf die linke Seite des Stoffes bügeln, so lange bis es fest klebt. Das Besondere an Vliesofix ist, dass es zwei klebende Seiten hat – denn nun könnt ihr die andere – bisher nicht klebende Seite – abziehen. Danach plaziert ihr die kleinen Applikationen am gewünschten Platz und bügelt wieder darüber. Nun klebt es schön fest auf eurem Stoff und ihr könnt ganz einfach drum herum nähen, ohne das es verrutscht oder sich verzieht. Gerade bei kleinen Teilen ist Vliesofix super hilfreich.

4. Zusammenstellung platzieren (sehr sinnvoll, so wird z.B. nicht der Boden mit der Hauswand vertauscht)

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und den „Rohbau“ zusammennähen, indem ihr mit den Seitenteilen beginnt.

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Dann wird der „Kreis“ geschlossen und das Haus sieht schon nach etwas Tollem aus 🙂

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5. Nun wird das Dach auf gleiche Art und Weise angenäht, dies ist etwas kniffliger aber auch zu schaffen!

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Wenn ihr auch einen Schornstein an eurem Haus anschließen wollt, dann ist nun der Zeitpunkt gekommen ihn mit einzunähen. Dazu legt ihr einfach eine Schlaufe nach innen und näht diese mit ein.

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(Wer nun gut aufpasst – richtig ich habe es auf dem Foto falsch herum gemacht – die Schlaufe nach oben gelegt. Ich hab es trotzdem so gelassen, dann diese kleinen Fehler machen es doch irgendwie gleich persönlicher oder?)

7. Der Boden wird eingenäht. Sinnvoll dabei ist es an der langen Seite eine ordentliche Wendeöffnung zu lassen – so kommt man beim Füllen besser in die Ecken des Hauses.

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8. Das Haus auf die schöne Seite wenden und befüllen.

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Als Füllung habe ich zum einen ein Kissen vom Ikea zerschnitten und dessen Inhalt verwendet. Zum anderen habe ich Vogelsand, insgesamt 2,5 kg, in mehrere kleine Plastiktüten verteilt und auch mit hineingeben.

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9. Die Wendeöffnung mit der Zaubernaht schließen.

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Dabei ist es sinnvoll, den Stoff vorher festzustecken – dann wirds einfacher, denn man muss sich nur noch um die Naht an sich kümmern 🙂

10. Ihr seid fertig ! *hihi*

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Soo und nun bin ich sehr gespannt auf eure Traumhäuser – habt ihr Lust auch eins zu nähen?

Euer KandisKrümel